Medikamente
Fevarin
12.04.2007 - 17:55

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Fluvoxamin wird zur Behandlung depressiver Erkrankungen und bei Zwangsstörungen angewendet.

Im Gegensatz zu alltäglichen Stimmungsschwankungen handelt es sich bei der Depression um eine häufige und schwere Erkrankung. Bis heute ist die Ursache nicht bekannt. Vieles deutet darauf hin, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Neurotransmitter - chemische Stoffe, die Nervensignale übertragen - im Gehirn gestört ist. Denn die Beschwerden lassen sich durch Medikamente bessern, die die Wirkung mancher Neurotransmitter verstärken - hier sind vor allem die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin zu nennen.

Fluvoxamin ist ein Selektiver-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI): Er blockiert Transportstoffe, die Serotonin nach erfolgter Signalübertragung wieder in die Speicherplätze zurückbefördern. Serotonin verbleibt länger am Wirkort, und seine Wirksamkeit steigt.

Fluvoxamin wirkt stimmungsaufhellend und hat in der Regel keinen beruhigenden oder dämpfenden Effekt. Unwillkürlich wiederkehrende und oft als quälend empfundene Gedanken oder Handlungen als Kennzeichen von Zwangsstörungen können durch Fluvoxamin reduziert oder verhindert werden. Die Wirkung setzt nach etwa einer Woche ein - die volle Wirksamkeit entfaltet sich möglicherweise erst nach zwei bis vier Wochen.

Anwendungsgebiete

* Als unsinnig erlebte, zwanghafte Gedanken oder Handlungen (Zwangsstörungen)
* Depressionen

Packungsgrößen

* 20 Filmtbl. (N1) 50 mg
* 50 Filmtbl. (N2) 50 mg
* 100 Filmtbl. (N3) 50 mg
* 20 Filmtbl. (N1) 100 mg
* 50 Filmtbl. (N2) 100 mg
* 100 Filmtbl. (N3) 100 mg

Warnhinweise!

* Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

* Diese Nebenwirkungen treten meistens nur zu Beginn auf, verbessern sich aber im Lauf der Behandlung wieder. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie solche Nebenwirkungen bei sich bemerken und die Medikamenteneinnahme selbstständig abbrechen wollen. Ein plötzliches Absetzen des Medikaments kann eine Verschlechterung des Gesundheitszustands zur Folge haben.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

* Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Schwangerschaft und Stillzeit

* Während der Schwangerschaft sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.

* Während der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

* Übelkeit
* Müdigkeit
* Unruhe und Schlafstörungen
* Sexuelle Funktionsstörungen

Wechselwirkungen

Dieses Medikament darf nicht mit stimmungsaufhellenden Substanzen vom Typ der MAO-Hemmer kombiniert werden. Vor oder nach Einnahme solcher Substanzen muss ein ausreichender zeitlicher Abstand eingehalten werden.

Die Kombination mit Medikamenten mit ähnlicher Wirkart (z.B. Sumatriptan zur Behandlung von Migräne-Anfällen) kann zur Verstärkung von Nebenwirkungen führen.

Quelle: http://www.netdoktor.de/medikamente/100003377.htm


Mindbreaker


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